Babenhauser Straße: 05 21/ 329 81 29 // Teutoburger Straße : 05 21/ 329 81 33 info@dengelbiomarkt.de

Bild: Inhaber vom Dengel Biomarkt BielefeldDrei große Konzerne (Bayer/Monsanto, Chem China/Syngenta und Dow/Dupont beherrschen 60 % der Märkte für kommerzielles Saatgut.

Kleinere Züchter könnten dadurch verdrängt werden, der Druck auf politische Entscheidungsfindungen könnte erhöht, Artenvielfalt zerstört und Bauern und Bäuerinnen mittels Patenten in Abhängigkeiten gebracht werden. Auch Bioanbauer können dort bzw. bei Tochterfirmen ihr Saatgut erwerben, beispielsweise Pioneer-Mais von DuPont oder Saatgut für Gemüse und Kräuter von Hild. Das ist ein Riesenthema, noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Saatgut eine von Landwirten gemeinsam genutzte Ressource.

„Seit den 1920er Jahren  findet eine zunehmende Monopolisierung der Pflanzenzüchtung durch Privatunternehmen statt. Diese orientieren sich überwiegend an den Ansprüchen und Praktiken der konventionellen Landwirtschaft.

Durch die Verwendung von Methoden wie der Hybridzüchtung oder gentechnischer Verfahren liefert das Saatgut maximale Erträge und uniform aussehende Früchte.

Zugleich sind die Pflanzen anfällig für Krankheiten und Schädlinge – für den erfolgreichen Anbau ist die Verwendung von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel meist unabdingbar. Aufgrund der bei Hybridsorten angewandten Züchtungsmethoden sind die Sorten zudem häufig nicht nachbaufähig, so dass Landwirtinnen und Gärtner jedes Jahr neues Saatgut kaufen müssen. Damit geraten sie in die Abhängigkeit von multinationalen Agrarkonzernen wie z. B. Monsanto oder Syngenta. (Quelle: www.zukunftsstiftung-landwirtschaft.de)“

Es gibt aus konzernfreier ökologischer Züchtung Saatgut, welches noch dazu samenfest ist, wo also aus den angebauten Sorten wiederum Samen für die Nachzucht gewonnen werden können.

Dies ist bei den konventionellen Hybridsorten nicht der Fall, deren Saatgut ist nicht vermehrbar. Hybridsorten sind auf bestimmte Eigenschaften gezüchtet, die sie auch konform haben, beispielsweise gleiche Reifezeit, gleiche Form, gleiche Größe.

Wir setzen daher auf unsere regionalen Erzeuger Vier Jahreszeiten in Gütersloh und Meyer zu Theenhausen in Werther, die wie viele andere ökologischen Anbauer auch  viele samenfeste Sorten für uns anbauen.

Diese kennzeichnen wir entsprechend im Regal mit dem Schild der Hersteller und dem Vermerk „samenfest“.

Daher unterstützen wir schon seit Jahren  mit einer monatlichen Spende den Saatgutfonds der „Zukunftsstiftung  Landwirtschaft“  (hier bitte den Link   www.zukunftsstiftung-landwirtschaft.de/saatgutfonds

Das sagt unser Anbauer Alexander Westerbarkey vom Gärtnerhof Vier Jahreszeiten in Gütersloh dazu:

„In den vergangenen Jahrzehnten haben sich zwar schon einige Züchtungsinitiativen gebildet, die sich auf der Basis von samenfesten Sorten auch um Robustheit im ökologischen Anbau und geschmacklich-sensorische Qualitäten bemühen. Die sichtbarste davon ist sicher die Bingenheimer Saatgut AG, da diese Ihr Saatgut auch für den Hausgärtner zur Verfügung stellt. Aber auch im Bereich von Getreide und anderen landwirtscvhaftlichen Kulturen wird schon viel getan.  Auch wenn schon an verschiedensten Stellen im Sortiment erste Erfolge aufleuchten, sollte dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch viel zu tun gibt und auch noch grosse Lücken klaffen. Dies kann nur gelingen, wenn auf allen Ebenen vom Erzeuger bis zum Verbraucher alle mithelfen.“

Ihr Achim Dengel